Ski-Unfall in Südtirol
Ein schöner, kalter Januarvormittag in Südtirol.

HJG. kommt rasant einen Steilhang herabgeschwungen. Unbeholfen versucht ein Anfänger die Piste zu überqueren, und zwingt dabei Herrn G. zu einer Notbremsung. Die eisige Piste behindert diesen Versuch, und führt zu einem sehr unsanften Sturz, von dem der Verursacher möglicherweise nichts mitbekam und schon hinter der nächsten Biegung verschwunden war.

Stechende Schmerzen im rechten Knie ließen nichts Gutes ahnen. Der verletzte Skifahrer wurde von der lokalen Rettung ins nahegelegene Unfall-KHS gebracht, wo eine komplizierte operationspflichtige Schienbeinkopffraktur festgestellt wurde.

  ski tyrol

Durch die ungünstigen Pistenverhältnisse wurden pausenlos neue Pistenopfer in die unfallchirurgische Ambulanz gebracht. Die Betten- und Operationskapazitäten des Hauses sind schon längst weit überschritten und Herr G. wird dringend eine Verlegung zur OP nach Deutschland empfohlen. Er wird grundversorgt und mit einem großen Gipsbein wieder ins Hotel zurückgeschickt.

Er meldet seinen Unfall unverzüglich seiner Schutzbriefversicherung und bittet um einen Krankenrücktransport. Umgehend kümmert sich das Ärzteteam des Notrufs um den notversorgt im Hotel leidenden Skitouristen. Nach Absprache mit den erstbehandelnden Ärzten wird im Heimatkrankenhaus die Aufnahme zur OP zum nächstmöglichen Termin vereinbart und gleichzeitig der Rücktransport per Krankenwagen durch einen Vertragspartner noch für den selben Tag organisiert.

Nachdem Herr G. als einziger Fahrer seines KFZ jetzt für längere Zeit ausfällt, wird sein Fahrzeug per Sammeltransport die nächsten Tage an den Heimatort zurückgebracht.

Herr G. wird, nachdem das Knie wieder leicht abgeschwollen ist, zwei Tage nach dem Unfall operativ versorgt, und wird wohl hoffentlich bald wieder herrliche Skierlebnisse genießen können.